Einkommenslücken im Krankheitsfall schließen – Die Krankenzusatzversicherung

Eine längere Krankheit oder ein Unfall kann nicht nur gesundheitlich, sondern auch finanziell zur Belastung werden. Wenn das Einkommen sinkt oder ganz ausfällt, laufen private Kosten, Miete, Kredite oder betriebliche Ausgaben trotzdem weiter.

Eine Krankenzusatzversicherung mit Krankentagegeld kann helfen, solche Versorgungslücken zu schließen. Sie ergänzt die gesetzliche oder private Krankenversicherung und sorgt dafür, dass Sie auch bei längerer Arbeitsunfähigkeit finanziell stabil bleiben. Besonders wichtig ist das für Arbeitnehmer nach Ablauf der Lohnfortzahlung und für Selbstständige, die keine automatische Lohnfortzahlung erhalten.

1. Warum ist eine Krankenzusatzversicherung so wichtig?

Ein Krankheitsfall kommt oft unerwartet. Neben der gesundheitlichen Belastung kann schnell eine finanzielle Lücke entstehen, wenn das bisherige Einkommen nicht mehr vollständig zur Verfügung steht.

Bei Arbeitnehmern zahlt der Arbeitgeber in der Regel zunächst für 6 Wochen den Lohn weiter. Danach springt die gesetzliche Krankenversicherung mit Krankengeld ein, das jedoch niedriger ausfällt als das bisherige Einkommen. Genau dadurch kann eine spürbare Versorgungslücke entstehen.

Für Selbstständige und Freiberufler kann eine längere Krankheit besonders schnell zur finanziellen Belastung werden. Anders als Arbeitnehmer erhalten sie keine automatische Lohnfortzahlung durch einen Arbeitgeber. Fallen sie krankheitsbedingt aus, können Einnahmen je nach Tätigkeit sofort sinken oder vollständig wegfallen, während private und berufliche Kosten weiterlaufen.

Gerade deshalb ist eine Krankenzusatzversicherung mit Krankentagegeld ein wichtiger Baustein, um Einkommenslücken zu verringern und den gewohnten Lebensstandard besser abzusichern.

2. Welche Leistungen bietet eine Krankenzusatzversicherung?

Der wichtigste Baustein dieser Krankenzusatzversicherung ist das Krankentagegeld. Dabei wird für jeden Tag der Arbeitsunfähigkeit ein vorher vereinbarter Betrag gezahlt.

Die Höhe des Krankentagegeldes kann in der Regel an die persönliche Versorgungslücke angepasst werden. Entscheidend ist dabei, wie groß der Unterschied zwischen dem bisherigen Einkommen und der tatsächlichen Absicherung im Krankheitsfall ist.

Je nach Tarif kann außerdem festgelegt werden, ab welchem Krankheitstag die Leistung beginnen soll. Bei Arbeitnehmern ist häufig der Zeitraum nach Ablauf der Lohnfortzahlung relevant. Bei Selbstständigen kann ein früherer Leistungsbeginn sinnvoll sein, weil Einnahmen je nach Tätigkeit schon ab dem ersten Krankheitstag fehlen können.

Die Krankenzusatzversicherung kann damit helfen, laufende Kosten zu decken und finanzielle Engpässe während einer längeren Arbeitsunfähigkeit zu vermeiden.

3. Was ist bei Arbeitnehmern zu beachten?

Für Arbeitnehmer ist besonders die Zeit nach der Lohnfortzahlung wichtig. In der Regel zahlt der Arbeitgeber bei Krankheit zunächst bis zu 6 Wochen weiter. Danach erhalten gesetzlich Versicherte Krankengeld von ihrer Krankenkasse.

Dieses Krankengeld ersetzt jedoch nicht das vollständige Nettoeinkommen. Es liegt grundsätzlich unter dem bisherigen Gehalt. Hinzu kommt, dass Abzüge zur Sozialversicherung die tatsächliche Auszahlung weiter verringern können.

Wer ein höheres Einkommen hat, sollte außerdem beachten, dass das Krankengeld nur bis zu bestimmten Grenzen berechnet wird. Einkommen oberhalb dieser Grenze wird nicht vollständig berücksichtigt, wodurch die Versorgungslücke bei Besserverdienern besonders deutlich ausfallen kann.

Ein Krankentagegeld kann diese Differenz reduzieren. Wichtig ist dabei, die Höhe so zu wählen, dass sie zur tatsächlichen Einkommenslücke passt.

4. Was ist bei Selbstständigen zu beachten?

Für Selbstständige und Freiberufler ist die Absicherung des Einkommens im Krankheitsfall besonders wichtig. Da es keine automatische Lohnfortzahlung durch einen Arbeitgeber gibt, können Einnahmen bei Arbeitsunfähigkeit je nach Tätigkeit sofort sinken oder vollständig ausfallen.

Gleichzeitig laufen viele Kosten unverändert weiter. Dazu gehören private Lebenshaltungskosten, Miete, Kredite und Versicherungen, aber auch betriebliche Ausgaben wie Leasingraten, Bürokosten oder laufende Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern und Dienstleistern.

Gerade deshalb ist das Krankentagegeld für Selbstständige ein wichtiger Baustein. Es kann individuell vereinbart werden und soll helfen, private und berufliche Verpflichtungen während einer Arbeitsunfähigkeit weiter tragen zu können.

Entscheidend ist dabei nicht nur die Höhe des Tagegeldes, sondern auch der Leistungsbeginn. Je nach Rücklagen, Kostenstruktur und finanzieller Situation kann es sinnvoll sein, dass die Zahlung früher oder später einsetzt.

5. Wer ist versichert?

Eine Krankenzusatzversicherung mit Krankentagegeld richtet sich an Personen, die ihr Einkommen im Krankheitsfall absichern möchten.

Geeignet ist sie unter anderem für:

  • Arbeitnehmer in der gesetzlichen Krankenversicherung
  • freiwillig gesetzlich versicherte Arbeitnehmer
  • Selbstständige
  • Freiberufler
  • privat Krankenversicherte mit ergänzendem Absicherungsbedarf
  • Personen mit regelmäßigen Einkünften und laufenden finanziellen Verpflichtungen

Ob und in welchem Umfang eine Absicherung möglich ist, hängt vom jeweiligen Tarif, vom Gesundheitszustand und von der persönlichen Situation ab.

6. Was sind typische Versorgungslücken?

Bei der Krankenzusatzversicherung geht es vor allem darum, die Lücke zwischen dem gewohnten Einkommen und der tatsächlichen Absicherung im Krankheitsfall zu schließen.

Arbeitnehmer nach Ablauf der Lohnfortzahlung

Nach 6 Wochen endet in der Regel die Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber. Das anschließende Krankengeld der gesetzlichen Krankenversicherung fällt niedriger aus als das bisherige Einkommen. Deshalb kann trotz gesetzlicher Absicherung eine spürbare Einkommenslücke entstehen, die durch ein Krankentagegeld reduziert werden kann.

Freiwillig gesetzlich Versicherte mit höherem Einkommen

Bei höheren Einkommen kann die Versorgungslücke besonders groß sein, weil das gesetzliche Krankengeld nur bis zu bestimmten Grenzen berechnet wird. Dadurch wird nicht jedes Einkommen vollständig abgesichert.

Selbstständige ohne automatische Lohnfortzahlung

Selbstständige erhalten keine Lohnfortzahlung durch einen Arbeitgeber. Wenn sie krankheitsbedingt ausfallen, können Einnahmen sofort fehlen, während private und berufliche Kosten weiterlaufen. Ein Krankentagegeld kann helfen, diese Zeit finanziell besser zu überbrücken.

Privat Versicherte mit zusätzlichem Bedarf

Auch privat Versicherte sollten prüfen, ob das vereinbarte Krankentagegeld zur tatsächlichen Einkommenssituation passt. Wenn sich Einkommen, Kosten oder berufliche Situation verändern, kann eine Anpassung sinnvoll sein.

7. Welche zusätzlichen Versicherungen können sinnvoll sein?

Eine Krankenzusatzversicherung mit Krankentagegeld schützt vor Einkommenslücken bei vorübergehender Arbeitsunfähigkeit. Je nach Lebenssituation können weitere Versicherungen ergänzend sinnvoll sein.

Dazu gehören unter anderem:

  • Berufsunfähigkeitsversicherung, wenn die Arbeitskraft langfristig abgesichert werden soll
  • Unfallversicherung, wenn finanzielle Folgen nach einem Unfall abgesichert werden sollen
  • Pflegezusatzversicherung, wenn Pflegekosten im Alter oder nach schwerer Krankheit abgesichert werden sollen
  • private Krankenversicherung oder weitere Krankenzusatzbausteine, wenn medizinische Leistungen erweitert werden sollen

Welche Ergänzungen sinnvoll sind, hängt davon ab, welche Risiken bereits abgesichert sind und welche Versorgungslücken noch bestehen.

8. Häufige Fragen zur Krankenzusatzversicherung

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Krankenzusatzversicherung.

Eine Krankenzusatzversicherung mit Krankentagegeld zahlt bei Arbeitsunfähigkeit einen vereinbarten Betrag pro Tag. Sie soll helfen, Einkommenslücken bei längerer Krankheit zu schließen.

Das hängt vom gewählten Tarif ab. Bei Arbeitnehmern beginnt die Leistung häufig nach Ablauf der Lohnfortzahlung. Bei Selbstständigen kann auch ein früherer Leistungsbeginn vereinbart werden.

Nach der Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber erhalten gesetzlich Versicherte Krankengeld. Dieses liegt unter dem bisherigen Einkommen. Ein Krankentagegeld kann helfen, diese Differenz auszugleichen.

Selbstständige haben keine automatische Lohnfortzahlung. Wenn sie krankheitsbedingt nicht arbeiten können, können Einnahmen sofort fehlen, während private und berufliche Kosten weiterlaufen. Das Krankentagegeld kann helfen, diese Zeit finanziell besser zu überbrücken.

Je nach Tarif kann die Höhe des Krankentagegeldes an den persönlichen Bedarf angepasst werden. Entscheidend ist, dass die Absicherung zur tatsächlichen Einkommenssituation passt.

Das hängt von Ihrer persönlichen Situation ab. Häufig werden Krankentagegeld, Berufsunfähigkeitsversicherung, Unfallversicherung oder Pflegezusatzversicherung gemeinsam betrachtet, weil sie unterschiedliche Risiken absichern.

Möchten Sie sich individuell und persönlich beraten lassen?

Melden Sie sich gern – wir freuen uns auf Sie!

Persönliche Beratung