Steuerlich gefördert für den Ruhestand vorsorgen – Die Rürup-Rente

Die Rürup-Rente, auch Basis-Rente genannt, ist eine staatlich geförderte Form der Altersvorsorge. Sie gehört zur Basisvorsorge und richtet sich besonders an Menschen, die langfristig eine lebenslange Rente aufbauen möchten.

Anders als bei der Riester-Rente gibt es keine Zulagen. Die Förderung entsteht vor allem dadurch, dass Beiträge im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben steuerlich geltend gemacht werden können. Besonders für Selbstständige, Freiberufler und gut verdienende Arbeitnehmer kann die Rürup-Rente deshalb interessant sein.

1. Warum ist die Rürup-Rente so wichtig?

Die gesetzliche Rente reicht für viele Menschen nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard im Ruhestand zu sichern. Für Selbstständige und Freiberufler kann diese Frage besonders wichtig sein, weil je nach Tätigkeit keine oder nur geringe Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung bestehen.

Die Rürup-Rente bietet die Möglichkeit, gezielt eine lebenslange Altersrente aufzubauen. Gleichzeitig können die Beiträge steuerlich berücksichtigt werden, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

Damit ist die Rürup-Rente vor allem für Personen interessant, die langfristig vorsorgen und steuerliche Effekte in ihre Altersvorsorge einbeziehen möchten. Ob sie im Einzelfall passt, hängt jedoch stark von Einkommen, Lebenssituation und Vorsorgeziel ab.

2. Wie funktioniert die Rürup-Rente?

Bei der Rürup-Rente zahlen Sie regelmäßig oder flexibel Beiträge in einen Basisrentenvertrag ein. Aus diesem Vertrag erhalten Sie zum vereinbarten Rentenbeginn eine lebenslange monatliche Rente.

Eine Kapitalauszahlung ist bei der Rürup-Rente nicht vorgesehen. Das unterscheidet sie deutlich von vielen privaten Rentenversicherungen, bei denen je nach Tarif auch eine einmalige Auszahlung möglich sein kann.

Auch eine Beleihung oder freie Vererbung des angesparten Kapitals ist in der Regel nicht möglich. Die Rürup-Rente ist deshalb weniger flexibel, dafür aber konsequent auf den Aufbau einer lebenslangen Basisversorgung im Alter ausgerichtet.

3. Welche Vorteile bietet die Rürup-Rente?

Ein wesentlicher Vorteil liegt in der steuerlichen Förderung. Beiträge zur Basis-Rente können im Rahmen der gesetzlichen Höchstbeträge als Sonderausgaben berücksichtigt werden, wodurch sich je nach Einkommen und Steuerbelastung ein spürbarer Effekt ergeben kann.

Ein weiterer Vorteil ist die planbare lebenslange Rentenzahlung. Dadurch kann die Rürup-Rente helfen, eine Versorgungslücke im Alter zu verringern und den Ruhestand finanziell besser abzusichern.

Hinzu kommt, dass flexible Zuzahlungen möglich sein können. Gerade bei Selbstständigen oder Freiberuflern mit schwankendem Einkommen kann das interessant sein, weil in wirtschaftlich stärkeren Jahren zusätzliche Beiträge in die Altersvorsorge fließen können.

4. Was ist bei der Rürup-Rente zu beachten?

Die Rürup-Rente ist weniger flexibel als viele andere Formen der privaten Altersvorsorge. Eine freie Kapitalauszahlung ist nicht möglich, und auch das angesparte Kapital kann nicht einfach entnommen, beliehen oder frei übertragen werden.

Auch im Todesfall gelten besondere Regeln. Je nach Vertrag kann zwar ein Hinterbliebenenschutz vereinbart werden, ohne eine solche Regelung kann das Kapital jedoch nicht beliebig vererbt werden.

Die spätere Rente ist steuerpflichtig. Wie hoch der steuerpflichtige Anteil ausfällt, hängt von den gesetzlichen Regelungen zum Rentenbeginn ab. Deshalb sollte bei der Entscheidung nicht nur die steuerliche Entlastung während der Ansparphase betrachtet werden, sondern auch die spätere Besteuerung der Rente.

5. Für wen ist die Rürup-Rente geeignet?

Die Rürup-Rente kann besonders für Menschen geeignet sein, die steuerlich gefördert und langfristig für den Ruhestand vorsorgen möchten.

Geeignet kann sie unter anderem sein für:

  • Selbstständige
  • Freiberufler
  • gut verdienende Arbeitnehmer
  • Personen mit schwankendem Einkommen
  • Menschen ohne ausreichende gesetzliche Rentenansprüche
  • Personen, die gezielt eine lebenslange Basisrente aufbauen möchten

Ob die Rürup-Rente sinnvoll ist, hängt stark von Einkommen, Steuerbelastung, Alter, familiärer Situation und Vorsorgeziel ab. Deshalb sollte genau geprüft werden, ob die steuerlichen Vorteile und die eingeschränkte Flexibilität zur persönlichen Planung passen.

6. Was sind typische Situationen für eine Rürup-Rente?

Bei der Rürup-Rente geht es vor allem um den langfristigen Aufbau einer lebenslangen Basisrente und die Nutzung steuerlicher Möglichkeiten. Typische Situationen sind zum Beispiel:

Selbstständigkeit ohne ausreichende gesetzliche Absicherung

Wer selbstständig tätig ist, hat je nach Beruf und persönlicher Situation keine oder nur geringe Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Eine Rürup-Rente kann dann helfen, eine eigene Basisversorgung für den Ruhestand aufzubauen.

Freiberufliche Tätigkeit mit schwankendem Einkommen

Bei Freiberuflern kann das Einkommen von Jahr zu Jahr unterschiedlich ausfallen. Deshalb können flexible Zuzahlungen interessant sein, wenn in guten Jahren zusätzlich Geld für die Altersvorsorge eingesetzt werden soll.

Hohe Steuerbelastung

Bei gut verdienenden Personen kann die steuerliche Absetzbarkeit der Beiträge ein wichtiges Argument sein. Ob sich dieser Effekt im Einzelfall lohnt, sollte jedoch immer individuell geprüft werden, weil neben der Steuerersparnis auch Laufzeit, Rentenbeginn und spätere Besteuerung berücksichtigt werden müssen.

Gezielter Aufbau einer lebenslangen Rente

Wer bewusst eine zusätzliche lebenslange Rente aufbauen möchte und weniger Wert auf freie Kapitalverfügbarkeit legt, kann die Rürup-Rente als langfristigen Vorsorgebaustein prüfen.

7. Welche zusätzlichen Vorsorgeformen können sinnvoll sein?

Die Rürup-Rente ist ein Baustein der Altersvorsorge. Sie kann sinnvoll ergänzt werden, wenn mehr Flexibilität oder andere Auszahlungsoptionen gewünscht sind.

Dazu gehören unter anderem:

  • private Rentenversicherung
  • betriebliche Altersvorsorge
  • Riester-Rente bei Förderberechtigung
  • fondsgebundene Vorsorgelösungen
  • Sofortrente bei vorhandenem Kapital

Da die Rürup-Rente klare Regeln zur Auszahlung und Verfügbarkeit hat, sollte sie immer im Gesamtkonzept betrachtet werden. Entscheidend ist, wie sie mit gesetzlicher Rente, vorhandenen Rücklagen, privater Vorsorge und steuerlicher Situation zusammenspielt.

8. Häufige Fragen zur Rürup-Rente

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Rürup-Rente.

Die Rürup-Rente ist eine staatlich geförderte Basisrente, mit der Sie eine lebenslange monatliche Rente für das Alter aufbauen können.

Nein. Anders als bei der Riester-Rente gibt es keine Zulagen. Die Förderung erfolgt vor allem über steuerliche Abzugsmöglichkeiten.

Nein. Eine Kapitalauszahlung ist bei der Rürup-Rente nicht vorgesehen, weil die Auszahlung als lebenslange monatliche Rente erfolgt.

Sie kann besonders für Selbstständige, Freiberufler und gut verdienende Arbeitnehmer interessant sein. Ob sie passt, hängt jedoch immer von der persönlichen Situation, der Steuerbelastung und dem Vorsorgeziel ab.

Das Kapital kann nicht frei vererbt werden. Je nach Tarif kann jedoch ein Hinterbliebenenschutz vereinbart werden, weshalb dieser Punkt bereits bei Vertragsabschluss geprüft werden sollte.

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